Geistlicher Impuls

Vom 22.03. bis zum 10.05.2020 fand auf Anregung der Bistumsverewaltung täglich ein gesondertes Glockengeläut um 19.30 Uhr statt, um die Menschen im Bistum zum Gebet rufen. Sieben Wochen rief das sogenannte "Corona-Läuten" mit den drei größten Glocken zu einem Moment des Innehaltens und des Gebetes. Viele haben zu dieser Zeit Kerzen ins Fenster gestellt, um der Menschen zu gedenken, die durch das Virus - aber auch unter den damit verbundenen Einschränkungen - besonders leiden.  Ihnen gilt unser Gebet - somit aber auch irgendwie uns, die wir gerne wieder an Gottesdiensten, am öffentlichen Leben oder Chroproben teilnehmen wollen. Dieser Stillstand trifft Jeden in seinem Innersten, wir brauchen Gemeinschaft, wir brauchen Nähe! Bis es wieder so wird, wie wir das gewohnt sind, wird es wohl noch etwas dauern.

Pfingstsonntag, 31.05.2020

Komm, Heiliger Geist, Und sende vom Himmel her Deines Lichtes Strahl.
Komm, Vater der Armen, Komm, Geber der Gaben, Komm, Licht der Herzen.
Bester Tröster, Süßer Gast der Seele, Süße Erfrischung.
In der Mühe bist du Ruhe, In der Hitze Mäßigung, Im Weinen Trost.
O seligstes Licht, Erfülle das Herzensinnere Deiner Gläubigen.
Ohne dein Wirken Ist nichts im Menschen, Ist nichts unschuldig.
Wasche, was schmutzig ist, Bewässere, was trocken ist, Heile, was verwundet ist!
Beuge, was starr ist, Wärme, was kalt ist, Lenke, was vom Weg weg ist!
Gib deinen Gläubigen, Die auf dich vertrauen, Die siebenfache heilige Gabe!
Gib der Tugend Lohn, Gib des Heiles Ausgang (Erfolg), Gib beständige Freude!
Stephen Langton (um 1150 bis 1228)

Sonntag, 24.05.2020

Das Licht der Sonne schwindet, und ach mein Herz empfindet schon jetzt das Grau'n der Nacht. Hilf, Gott, sie überstehen! So wird sie bald vergehen, wohl gar in sanfter Ruh' vollbracht.
Wie sehnen matte Glieder sich nach der Ruhe wieder, die Leib und Seel' erquickt! Herr' lass mich sie genießen; sie soll mein Leid versüßen, wenn sie das kranke Herz entzückt.
Doch senkt kein Schlaf sich nieder auf meine Augenlider, so stärke die Geduld, dass ich's gelassen trage, nicht mutlos gar verzage, nicht elend sei durch eig'ne Schuld.
Vielleicht soll ich schon sterben. Dann - wohl mir! - werd' ich erben, Gott, deine Seligkeit. Du hilfst mir überwinden; schnell und auf ewig schwinden alsdann die Leiden dieser Zeit.

Sonntag, 17.05.2020

Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt, erbarme dich unser.
Das Blut des Passahlammes rettete die Israeliten vor der Vernichtung, so dass sie aus Ägypten befreit und ins verheißene Land geführt werden konnten.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt, erbarme dich unser.
So, wie beim Passah Lämmer geopfert wurden, so wurde Jesus am Kreuz geopfert, um mit seinem Blut unsere Sünden zu sühnen.
Lamm Gottes, du nimmst hinweg die Sünde der Welt, gib uns deinen Frieden.
Das Blut des Lammes Gottes, schenkt all jenen, die an seinen Sühnetod glauben und ihn als ihren Heiland und Herrn anerkennen, ewige Erlösung.

Sonntag, 10.05.2020

Am 10.05.2020 endet das tägliche "Corona-Läuten" in unserer Gemeinde - es soll aber bis auf Weiteres am Sonntagabend fortgeführt werden. Solange es dieses gesonderte Geläut gibt, soll auch weiterhin damit zusammen so ein kleiner Impuls veröffentlicht werden als Zeichen der Verbundenheit unseres Chores untereinander und mit dem Rest der Welt.

Seit dem 22.03.2020 sind so 49 Beiträge entstanden, die nun zusammengefasst als Plakate in den Schaukästen vor der Kirche hängen.

Samstag, 09.05.2020

Man meint ja die Kirche und die Kirchstraße gäbe es schon ewig, aber erst vor 120 Jahren wurde der Kirchturm gebaut. Seitdem ist dort viel passiert, Häuser wurden abgerissen, neu gebaut, das Kriegerdenkmal wurde zweimal versetzt, die Straße und der Platz an der Kirche wurden mehrfach komplett umgestaltet. Nichts bleibt wie es ist, alles ist in Bewegung.

Der Autor Paulo Coelho schreibt: "Der Mensch will immer, dass alles anders wird, und gleichzeitig will er, dass alles beim alten bleibt."

Freitag, 08.05.2020

"Nun lässt du, Herr, deinen Knecht, wie du gesagt hast, in Frieden scheiden. Denn meine Augen haben das Heil gesehen, das du vor allen Völkern bereitet hast, ein Licht, das die Heiden erleuchtet, und Herrlichkeit für dein Volk Israel."
Der Lobgesangs des Simeon stammt aus dem biblischen Bericht von der Darstellung des Herrn im Jerusalemer Tempel (Lk 2 EU), als der alte Simeon im Jesuskind den erwarteten Messias erkennt. Damit erfüllt sich die Verheißung, die er durch den Heiligen Geist erhalten hatte, dass er nicht sterben solle, bevor seine Augen den Messias gesehen haben.

Donnerstag, 07.05.2020

Was kann eine Orgel für uns und heute noch bedeuten?
Der Mensch, der in die Natur und Schöpfung hineinhört, kann mit seiner Erfindungskraft die Orgel in vielen Farben und Stimmen zum Lobe Gottes erklingen lassen. Die Orgel kann mit ihrem reichen Spektrum an Tönen und Klangfarben die Vielschichtigkeit unseres Lebens und Glaubens deuten: Freude und Leid, Jubel und Schmerz. Ihr einzelner Ton ist ein Bild für jeden einzelnen Christen; der Zusammenklang ihrer Töne verdeutlicht die Gemeinschaft der Gläubigen.
(Josef Holtkotte, Kolping Bundespräses)
Weitere Infos: https://www.orgelfoerderverein-weissenthurm.de/…/paten-ges…/

Mittwoch, 06.05.2020

Hoch oben im Turm können wir bei vielen Gelegenheiten einen Kinderchor hören - einen Kinderchor aus vier sehr kleinen Glocken. Diese sogenannten Zimbelglocken sollen das wuchtige Grundgeläute klanglisch nach oben hin abrunden und bildet mit seinen hohen Tönen eine Art Klangkrone.

Dienstag, 05.05.2020

Gottes Sternenmantel schenkt uns Geborgenheit, unter seinem Segen sind wir stets behütet. In der Dunkelheit der Nacht haben Sterne uns Licht und Hoffnung gebracht und zeigen uns den Weg zu Dir.

Montag, 04.05.2020

Jesus, meine Sonne in der dunklen Nacht, Jesus, meine Wonne, wenn mir Freude lacht. Jesus, meine Liebe, Du, mein einzig Glück, nimmer wend ich wieder von Dir weg den Blick. (Text: Caroline Rhiem)

Sonntag, 03.05.2020

Die Idee des Christkönigs geht auf die Vorstellung zurück, dass die wahre Königsherrschaft bei Jesus Christus liegt. Gerade im Spannungsfeld zwischen Glaube und Politik in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gewann die Christkönigsverehrung an besonderer Bedeutung. "Christus vincit, Christus regnat, Christus imperat" (Christus siegt – Christus regiert – Christus herrscht)

Samstag, 02.05.2020

Komm lieber Mai, mach alles grün.
Lass Knospen sprießen und erneuere die Natur.
Mit deinem Band aus frischen Blüten erfreust du unsere Herzen.
Komm lieber Mai, mach alles neu!

Freitag, 01.05.2020

Der Marienmonat Mai geht auf das Erblühen der Natur in diesen Wochen zurück. So gilt die Gottesmutter als die schönste Blüte der neu erwachenden Natur, sozusagen als Frühling des Heils. Durch Ihre Hingabe an den Schöpfer keimt und erblüht in ihr und durch sie unsere Erlösung.

Donnerstag, 30.04.2020

Ich bin verstummt, mein Klagen ist versiegt. Still ist es hier geworden. Wo ist das Brausen der Orgeltöne geblieben? Die Königen der Instrumente ist nicht mehr zu hören. Aber manchmal ist das Verstummen eine Notwendigkeit, so kann man besser in sich hineinhören. Das ist schmerzhaft, aber es besteht auch eine Chance darin, zu hören bzw. nicht zu hören, was fehlt.

Mittwoch, 29.04.2020

Jesu Tod am Kreuz ist das Ende aller Gottesbilder. Es redet von einem Gott, der berührbar ist, der freiwillig Mensch geworden ist, bis in den Tod. Aber es ist nie ein Symbol des Vergehens gewesen, sondern der göttlichen Liebe und Barmherzigkeit. Nicht umsonst gibt Jesus seinen Jüngern am Vorabend der Kreuzigung ein neues Gebot: „Liebt einander, wie ich euch geliebt habe!"

Dienstag, 28.04.2020

Der Turmbau zu Babel (Gen 11,1–9 EU) gilt als Versuch der Menschheit, Gott gleichzukommen. Wegen dieser Selbstüberheblichkeit bringt Gott den Turmbau zum Stillstand, indem er eine Sprachverwirrung hervorruft. Dadurch entstanden unüberwindbare Verständigungsschwierigkeiten, die zum Scheitern des Projektes führten. Denken wir bei unseren Vorhaben daran, uns nicht über andere zu stellen und den anderen ernst zu nehmen und mehr mit unserem Herzen zu hören - so beginnt Verständigung unabhängig von Sprache und Herkunft.

Montag, 27.04.2020

Ein Mosaik besteht aus vielen tausend kleinen Steinchen. Manche sind hell, manche funkeln wie Gold, andere wiederum sind dunkel oder gar schwarz. Zusammengesetzt, jedes an seinem Platz, ergibt es ein Bild. Mit dem Leben verhält es sich ähnlich. Freude und Glück, Trauer und Leid sind die Mosaiksteine unseres Lebens, die goldglänzend von der Liebe unseres Schöpfers umfasst werden.

Sonntag, 26.04.2020

Wir reisen in ferne Länder und suchen das Schöne in weit entfernten Winkeln, doch oft laufen wir unbeachtet darüber hinweg und sehen nicht das naheliegende, das was vor unseren Füßen liegt.

Samstag, 25.04.2020

Auf Regen folgt stets Sonnenschein, so war´s, so ist´s, wird´s ewig sein. Verharre nicht in dunklen Stunden, auch die sind bald schon überwunden.

Freitag, 24.04.2020

Ich möchte eine alte Kirche sein voll Weihrauch, Dunkelheit und Kerzenschein. Wenn du dann diese trüben Stunden hast, gehst du herein zu mir mit deiner Last. Du senkst den Kopf, die große Tür fällt zu. Nun sind wir ganz alleine, ich und du.
Ich streichle dich mit Dämmerung und Rauch, ich segne dich mit meinem Herzen auch. Ich fange mit der Orgel an zu singen ... Nicht weinen, nicht die Hände heimlich ringen!
Hier hinten, wo die beiden Kerzen sind, komm, setz dich hin, du liebes Menschenkind! Glück ... Unglück ... alles ist von Schmerzen schwer. Sei still, versinke, denk an gar nichts mehr!
In den Gewölben summt's, die Kerzenflammen schimmern so lautlos hinter dir zusammen. Vom Orgelfuß die Engel sehn dir zu und flöten still und singen dich zur Ruh.
Ich möchte eine alte Kirche sein voll Weihrauch, Dunkelheit und Kerzenschein. Wenn du dann diese trüben Stunden hast, gehst du herein zu mir mit deiner Last.
(Manfred Hausmann)

Donnerstag, 23.04.2020

A mighty fortress is our God, a bulwark never failing  Our helper He, amid the flood of mortal ills prevailing / For still our ancient foe doth seek to work us woe / His craft and pow'r are great, and, armed with cruel hate / On earth is not his equal
And though this world, with devils filled, should threaten to undo us / We will not fear, for God hath willed His truth to triumph through us / The Prince of Darkness grim, we tremble not for him / His rage we can endure, for lo, his doom is sure / One little word shall fell him
That word above all earthly pow'rs, no thanks to them, abideth / The Spirit and the gifts are ours through Him Who with us sideth / Let God's and kindred go, this mortal life also / The body they may kill: God's truth abideth still / His kingdom is forever

Mittwoch, 22.04.2020

Säulen tragen ein Gebäude und öffnen Räume. Glaube, Liebe und Hoffnung sind Säulen unseres Zusammenlebens. Sie tragen uns und andere, sie öffnen den Raum unserer Herzen, so können wir unser Leben in der Freiheit der Kinder Gottes nach unseren Bedürfnissen gestalten.

Dienstag, 21.04.2020

Der heilige Antonius von Padua ist in der ganzen Welt auch als der Heilige bekannt, der Verlorenes wiederfindet: die alltäglichen Dinge, wichtige Dokumente, aber auch den Glauben. Das folgende Gebet an den heiligen Antonius soll genau dem helfen, der etwas verloren hat: "Glorreicher Antonius, du hast die göttliche Macht, verloren gegangenes wiederzufinden. Hilf mir, die Gnade Gottes wiederzuerlangen und mach mich von neuem stark im Glauben. Lass’ mich das Verlorene wiederfinden und zeige mir so deine Güte."

Montag, 20.04.2020

Dieses Kirchenfenster in einer Seitenkapelle erinnert an die im Jahr 1838 von Lassaulx fertiggestellte "alte" Kirche, die durch den Baumeister Pickel in den Jahren 1900-1902 erweitert wurde.

Sonntag, 19.04.2020

Ostern 2020: Stell dir vor es ist Ostern und keiner geht hin!? Ich, eure Osterkerze, warte auf euch, haltet durch! Mein Licht wird für euch strahlen und euch die Liebe Christi zeigen!
 
Die Osterkerze gilt als Opfergabe und ist zugleich die Feuersäule des Neuen Bundes. Wie das Volk Israel damals durch die Wüste und durch das Rote Meer hindurchzog, indem es der Feuersäule folgte, so ziehen heute die Christen in der Osternacht in die Kirche ein und folgen der brennenden Flamme der Kerze als Zeichen für den auferstandenen Christus. Sie stellt den Baum des Lebens dar, als Zeichen, dass der Tod besiegt wurde. Geschmückt wird die Kerze mit Kreuz, Jahreszahl und „Alpha“ und „Omega“ sowie roten Wachsnägeln, Symbole für die Wundmale Christi. Wenn die Osterkerze angezündet wird und der Ruf Lumen Christi erklingt, ist das das Zeichen, dass der Tod vor dem Leben und die Finsternis vor dem Licht weichen muss.

Samstag, 18.04.2020

Vor langer Zeit ließen die Bauherren der Kirche uns Neidköpfe hoch oben am Turm anbringen. Mit unseren Fratzen wehren wir das Böse und das Unheil von euch ab. Den bösen Mächten und Geistern gilt unsere trutzige Grimasse, damit sie den Menschen in unserer Stadt nichts neiden. Seit Jahrhunderten gibt es uns schon an allerlei Gebäuden. Schaut ruhig einmal hoch zu uns, habt keine Furcht - unser böser Blick gilt nur dem Bösen!

Freitag, 17.04.2020

Das Herz Jesu wird als spirituelles Symbol für die göttliche Liebe ganz besonders verehrt. Es geht zurück auf die Kreuzigung, wo das Herz Jesu mit einer Lanze durchbohrt wurde. Im übertragenen Sinne steht das Herz des Erlösers offen und stellt eine Quelle des Heiles dar, aus der wir alle schöpfen dürfen.

Donnerstag, 16.04.2020

Die Corona-Krise macht uns Angst. Solch eine Situation hatten wir noch nie. Auf der ganzen Welt werden Menschen krank. Viele bleiben zu Hause oder auf Abstand zueinander, um sich nicht anzustecken mit dem neuen Virus. Gott wir bitten dich: Steh uns bei in dieser Situation. Sei bei den Kranken und bei denen, die gefährdet sind und bei allen, die sich um sie kümmern. Hilf uns, gelassen zu bleiben. Hilf uns, Solidarität zu zeigen mit denjenigen, die wir jetzt besonders schützen müssen. Guter Gott, lass diese Corona-Krise bald vorübergehen. Und schenke uns jetzt Mut und Zuversicht.

Mittwoch, 15.04.2020

Die Windfahne in Form eines Wetterhahn geht auf die Bibelstelle zurück, in der Jesus dem Apostel Petrus prophezeit: „Ehe der Hahn krähen wird, wirst du mich dreimal verleugnen.“ (Mt 26,75 EU), was Petrus nach dem Bericht des Evangeliums nach der Verhaftung Jesu aus Angst vor Verfolgung auch dreimal tat. Als der Hahn krähte, erinnerte er sich an diese Prophezeiung, schämte sich sehr und verkündete dann bis zu seinem Märtyrertod den neuen Glauben. Der Hahn soll also eine Mahnung sein, sich nicht nach dem Wind zu drehen, sondern zu seinem Glauben und Überzeugungen zu stehen.

Dienstag, 14.04.2020

Der Erzengel Michael ist der Schutzengel des Volkes Israel, er hat den Teufel in Gestalt eines Drachen bezwungen - er wacht über uns auch in diesen schweren Zeiten!

Ostermontag, 13.04.2020

"Wir sollten uns trösten, dass, obwohl wir vielleicht noch mehr zu ertragen haben, bessere Tage zurückkehren werden: wir werden wieder bei unseren Freunden sein; wir werden wieder bei unseren Familien sein; wir werden uns wiedersehen."
(Queen Elisabeth II in einer Sondersendung)

Ostersonntag, 12.04.2020

Wir wünschen allen Frohe Ostern mit einem musikalischen Klassiker:


"Regina caeli, laetare, alleluia. Quia quem meruisti portare, alleluia, Resurrexit, sicut dixit, alleluia. Ora pro nobis Deum, alleluia."


Übersetzung: Freu dich, du Himmelskönigin, Halleluja. den du zu tragen würdig warst, Halleluja, er ist auferstanden, wie er gesagt, Halleluja. Bitt Gott für uns, Halleluja.

 


Karsamstag, 11.04.2020

Normalerweise würde in der Osternacht die Auferstehung Jesu Christi zusammen mit Menschen aus der Gemeinde vor Ort gefeiert, dieses Jahr ist alles anders!
Die Auferstehung Jesu Christi ist für Christen Urgrund ihres Glaubens. Nach der Verkündigung des Neuen Testaments wurde Jesus Christus, Sohn Gottes, am dritten Tag seit seiner Kreuzigung von den Toten erweckt und erschien seinen Jüngerinnen und Jüngern in leiblicher Gestalt.

Karfreitag, 10.04.2020

Liedtext: Tenebrae factae sunt, dum crucifixissent Jesum Judaei: et circa horam nonam exclamavit Jesus voce magna: Deus meus, ut quid me dereliquisti? Et inclinato capite, emisit spiritum. Exclamans Jesus voce magna ait: Pater, in manus tuas commendo spiritum meum. Et inclinato capite, emisit spiritum.

Übersetzung: Finsternis brach ein, während die Juden Jesus kreuzigten. Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: „Mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ Und er neigte das Haupt und gab seinen Geist auf. Jesus rief mit lauter Stimme und sprach: „Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist.“ Und er neigte das Haupt und gab seinen Geist auf.

Wie es seit dem frühen Christentum kirchliche Tradition ist, wird am Karfreitag keine heilige Messe gefeiert. Der Altar ist schmucklos, ohne Kerzen und Altartücher. Kreuze sind verhüllt, Flügelaltäre sind zugeklappt und zeigen die einfacher gestaltete Rückseite der Flügel. Das ewige Licht brennt nicht, Kerzen brennen nur beim provisorischen Aufbewahrungsort des Allerheiligsten.

 

 

Der Kath. Kirchenchor Cäcilia Weißenthurm trägt das Passionslied "Tenebrae factae sunt" von Johann Michael Haydn vor. Die Aufnahme stammt aus dem Jahr 1998. Die Musik ist mit Bildern der Kath. Pfarrkirche Hl. Dreifaltigkeit unterlegt.


Gründonnerstag, 09.04.2020

Bleibet hier und wachet mit mir. Wachet und betet, wachet und betet. (Text: Taizé-Gesang)

Mittwoch, 08.04.2020

Über das letzte Mahl Jesu am morgigen Gründonnerstag berichten alle vier Evangelisten des Neuen Testaments sowie der erste Brief des Apostels Paulus an die Korinther.
„Jesus, der Herr, nahm in der Nacht, in der er ausgeliefert wurde, Brot, sprach das Dankgebet, brach das Brot und sagte: Das ist mein Leib für euch. Tut dies zu meinem Gedächtnis! Ebenso nahm er nach dem Mahl den Kelch und sprach: Dieser Kelch ist der Neue Bund in meinem Blut. Tut dies, sooft ihr daraus trinkt, zu meinem Gedächtnis! Denn sooft ihr von diesem Brot esst und aus dem Kelch trinkt, verkündet ihr den Tod des Herrn, bis er kommt.“

Dienstag, 07.04.2020

Wir sind durch Not und Freude
Gegangen Hand in Hand,
Vom Wandern ruhen wir beide
Nun überm stillen Land.
Rings sich die Täler neigen,
Es dunkelt schon die Luft,
Zwei Lerchen nur noch steigen
Nachträumend in den Duft.
Tritt her und laß sie schwirren,
Bald ist es Schlafenszeit,
Daß wir uns nicht verirren
In dieser Einsamkeit.
O weiter, stiller Friede!
So tief im Abendrot ,
Wie sind wir wandermüde –
Ist das etwa der Tod?
(Text: Joseph von Eichendorff)

Montag, 06.04.2020

Alle Not der Welt, die leidenden Menschen, die verletzten Kinder, das bedrohte Leben – alles geborgen in seiner Hand.
Jesus leidet mit uns, voll Liebe und Zärtlichkeit, voll Trauer und Erbarmen, und reicht uns seine offene Hand.
Unser Schmerz und unsere Wut, unser Sterben und Vergehen - fängt er auf mit seiner Hand.
Die Natur ergrünt von neuem, der Tod ist besiegt - alles durch Jesus' offene Hand.

Palmsonntag, 05.04.2020

An keinem anderen Sonntag liegen Freude und Leid so dicht beisammen, wie am Palmsonntag. Wir tragen Palmzweige und bemerken nicht, dass für den Erhalt des Friedens schon wieder Menschen geopfert werden.

Das dies nicht im Sinne Gottes ist, wird unüberbietbar am Sohn Gottes deutlich. Durchgesetzt hat sich der Menschen Wille entgegen dem Willen Gottes, um den Christus am Ölberg in seiner Todesangst so sehr gefleht hat "Dein Wille Geschehe".

Nur die von Gott geschenkte Freiheit - frei zu entscheiden wie Gott selbst - drückt sich im Willen der Menschen aus und findet im Tod Jesu eine absolute Grenze.

Nur Gottes Wille zum Leben überwindet den Tod, in dem er neues Leben schenkt in Ewigkeit.

Samstag, 04.04.2020

Der Regenbogen ist das Zeichen des Bundes, den Gott vor Jahrtausenden mit Noah und der ganzen Menschheit geschlossen hat. Dieser Bund bezieht sich sogar auf alle lebenden Wesen. Der Inhalt dieses Bundes lautet nämlich, dass Gott die Erde mit allem, was darauf lebt, nicht mehr durch eine Sintflut vernichten wird. Dieser Bund gilt immer noch. Gott hält sich an sein Wort und sein Wort lautet: „Und der Bogen wird in den Wolken sein; und ich werde ihn ansehen, um zu gedenken des ewigen Bundes zwischen Gott und jedem lebendigen Wesen von allem Fleisch, das auf der Erde ist“ (1. Mo 9,16). Oft gehen wir achtlos an einem Regenbogen vorüber, Gott tut dies nicht. Immer, wenn der Regenbogen erscheint, sieht Gott ihn und gedenkt an seinen Bund mit Noah. Er denkt daran, dass es eine Sintflut gegeben hat - aber noch viel stärker denkt er an sein Versprechen, nie mehr durch eine Sintflut alles Lebendige zu vertilgen.

Freitag, 03.04.2020

Ein Kreis, eine runde Linie – mit einem Zirkel gezogen. Im Mittelpunkt des Kreises setzt die Nadel des Zirkels auf. Da ist das Zentrum. Denken wir uns diesen Kreis als die Welt. Der Mittelpunkt des Kreises aber ist Gott. Und von der Mitte nach draußen – und umgekehrt können wir jetzt viele Linien ziehen – wie Speichen. Die Linien stehen für das Leben und die Lebensweisen von uns Menschen. Sie können weit weg – ganz am Rand des Kreises sein – oder auch nah bei Gott. Und das Wunderbare an dem Bild ist: Je näher die Menschen bei Gott sind, desto näher sind sie auch beieinander.

Donnerstag, 02.04.2020

Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein geworden. Das hat der Herr vollbracht und ist ein Wunder vor unseren Augen. Du bist mein Gott, und ich danke dir! Ich will dich preisen, denn du der Herr bist freundlich und deine Güte währt ewig.

Mittwoch, 01.04.2020

Gott machte also das Gewölbe und schied das Wasser unterhalb des Gewölbes vom Wasser oberhalb des Gewölbes. So geschah es und Gott nannte das Gewölbe Himmel.

Dienstag, 31.03.2020

Wie liegt die Stadt so wüst, die voll Volks war. Alle ihre Tore stehen öde. Wie liegen die Steine des Heiligtums vorn auf allen Gassen zerstreut. Er hat ein Feuer aus der Höhe in meine Gebeine gesandt und es lassen walten.
Ist das die Stadt, von der man sagt, sie sei die Allerschönste, der sich das ganze Land freuet. Sie hätte nicht gedacht, dass es ihr zuletzt so gehen würde; sie ist ja zu greulich heruntergestoßen und hat dazu niemand, der sie tröstet. Darum ist unser Herz betrübt und unsere Augen sind finster geworden: Warum willst du unser so gar vergessen und uns lebenslang so gar verlassen!
Bringe uns, Herr, wieder zu dir, dass wir wieder heimkommen! Erneue unsre Tage wie vor alters. Ach Herr, siehe an mein Elend!
Rudolf Mauersberger (1945) nach den Klagelieder Jeremias

Montag, 30.03.2020

Gebet des Papstes: "Allmächtiger und barmherziger Gott, schaue auf unseren schmerzhaften Zustand, tröste Deine Kinder und öffne unsere Herzen für die Hoffnung."

Sonntag, 29.03.2020

Wasser ist Leben, alles Leben kommt aus dem Wasser, aber nur einer schenkt uns Wasser, das jeden Durst stillt...

Samstag, 28.03.2020

Glocken rufen zum Gebet und zur Fürbitte, sie zeigen Zeit und Stunde an und erinnern an die Ewigkeit.

Freitag, 27.03.2020

Die vier Elemente Feuer, Wasser, Wind, Erde sind ein Symbol für die Welt in der und durch die wir leben. Vereint man sie mit dem "fünften Element" - der Liebe - kann eine Kraft entstehen, die die Welt zu retten vermag...

Donnerstag, 26.03.2020

Auch in unseren dunkelsten Stunden strahlt über allem die leuchtende Sonne, die Herrlichkeit Gottes.

Mittwoch, 25.03.2020

Meine Seele preist die Größe des Herrn, / und mein Geist jubelt über Gott, meinen Retter. / Denn auf die Niedrigkeit seiner Magd hat er geschaut. / Siehe, von nun an preisen mich selig alle Geschlechter. / Denn der Mächtige hat Großes an mir getan und sein Name ist heilig. / Er erbarmt sich von Geschlecht zu Geschlecht über alle, die ihn fürchten. / Er vollbringt mit seinem Arm machtvolle Taten: / Er zerstreut, die im Herzen voll Hochmut sind; / er stürzt die Mächtigen vom Thron und erhöht die Niedrigen. / Die Hungernden beschenkt er mit seinen Gaben und lässt die Reichen leer ausgehen. / Er nimmt sich seines Knechtes Israel an und denkt an sein Erbarmen, / das er unsern Vätern verheißen hat, Abraham und seinen Nachkommen auf ewig.

Dienstag, 24.03.2020

O Herr der Welt, behüte uns in dieser Nacht durch deine große Güt‘ und Macht. Hüllt Schlaf die müden Glieder ein, lass uns in dir geborgen sein.

Montag, 23.03.2020

Ave Maria, gratia plena,
Dominus tecum.
Benedicta tu in mulieribus,
et benedictus fructus ventris tui, Jesus.
Sancta Maria, Mater Dei,
ora pro nobis peccatoribus
nunc et in hora mortis nostrae.
Amen.

Sonntag, 22.03.2020